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Deutschland bleibt sitzen

Deutschland ist in Sachen Bildung wohl noch lange nicht als modern zu bezeichnen. Die Zurichtungsstätten trennen sehr scharf an sozialen Rissen in unserer Gesellschaft und vergrößern diese. Statt wissenschaftlichen pädagogischen Erkenntnissen zu folgen und dsa Bildungssystem danach zu reformieren, werden hier die Pfründe einer privilegierten und offensichtlich degenerierten Minderheit verteidigt. Schon die Bildungsreform der integrierten Gesamtschulen wurde von diesen torpetiert. Die heute als Gemeinschaftsschule wieder in die Diskussion gebrachte, überlegene Schulform wird auch 30 Jahre später noch von dieser gesellschaftlich herrschenden Minderheit mit aller Macht verhindert.

Hamburger Geldsäcke haben eine Bildungsreform per Volksentscheid zu Fall gebracht. Mit einer direktdemokratischen Musterveranstaltung hatte dies allerdings nicht viel zu tun. Die Unterschriftensammler erhielten einen Euro pro gesammelter Unterschrift und Medienclowns traten Reihenweise für Ihresgleichen auf die Medienbühne. Die Steigbügelhalter der Neuzeit, die sich Journalisten oder Moderatoren nennen, haben unkritisch mitgespielt und ihre zugedachte Funktion der Meinungsmacher für eine kleine Schicht demütig erfüllt. Aber auch die politische Eliten in den Parteien SPD und Grüne hatten für ihren Nachwuchs nichts zu befürchten. Arbeitslose, Niedriglöhner und Unterprivilegierte sitzen nicht in den Parlamenten. Auch hier sind die Privilegierten unter sich. Daher wurde auch nicht richtig für den eigenen Reformentwurf gekämpft.

  • Integration

    Der berühmte brasilianische Pädagoge Paulo Freire hat den Unterschied zwischen Integration und Anpassung sehr anschaulich beschrieben. Anpassung ist demnach eine Entmenschlichung:

  • Radikale und Sektierer

    Paulo Freire schrieb 1977 in Pädagogik der Freiheit über Radikale und Sektierer: